Ortstermin im Hegeler Wald: Mögliche Wassergewinnung durch die Verkehr und Wasser GmbH (VWG)

Heute trafen sich Regina Dörrie, Leiterin des Forstamtes Ahlhorn, Klaus Bigalke aus dem 1. Gemeinderat Großenkneten und Ratsvorsitzender Torsten Deye im Hegeler Wald um die aktuelle Situation einer möglichen Wassergewinnung zu besprechen.

Bereits 1983 entstanden erste Überlegungen der Stadt Oldenburg zur Wasserentnahme im Hegeler Wald. Nach erheblichen Bürgerprotesten wurde das Thema aber 3 Jahre später zu den Akten gelegt.

Nun wurde es wieder am 17.09.2020 auf Antrag der CDU und KA im Planungs- und Umweltausschuss auf die Agenda gesetzt. Der Bericht wurde seitens der Vertreter der VWG zur Kenntnis genommen. Außerdem steht in der Beschlussempfehlung, dass „gegen eine Planung der Erschließung eines Wassergewinnungsgebietes im Hegeler Wald auf dem Gebiet der Gemeinde Großenkneten  durch die VWG grundsätzlich Bedenken erhoben werden“.

Bereits im Dezember 2019 beschloss der Rat der Gemeinde Großenkneten eine Resolution zur Grundwasserproblematik aufgrund der Trinkwasserförderung durch OOWV. Der OOWV fördert jährlich 19 Millionen Kubikmeter Wasser in der Gemeinde wodurch die Grundwasserspiegel sinken.

Nun hat die Stadt Oldenburg mit dem Versorger VWG den Blick auf die Gemeinde Großenkneten gerichtet um jährlich zusätzlich eine Million Kubikmeter Wasser zu fördern. Die untere Wasserbehörde beim Landkreis Oldenburg leitet das Verfahren und wird den Antrag der VWG auf wasserrechtliche Erlaubnis prüfen. Derzeit steht man noch am Anfang des Prozesses.

Regina Dörrie berichtete, dass die Niedersächsischen Landesforsten das Projekt sehr kritisch sehen, da aufgrund der zum Teil sehr sandigen Böden, kein weiteres Wasser abgezogen werden darf. Alle Beteiligten des Ortstermins sind sich einig, dass die Pläne zur Wasserentnahme abgelehnt werden müssen. Man wird die VWG auffordern nach Alternativen zu suchen. Außerdem müssen die Wasserversorger mehr Willen und Innovationsfreude im Sinne der Brauchwasseraufbereitung zeigen.

Auch im Rat wird die geplante Wasserentnahme fraktionsübergreifend kritisch gesehen.